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Das Projekt

ViA(E) ist ein „flüssiges“ Tourismussystem, das in einem Produkt Gestalt annimmt.

Die alten Römer verwendeten den Begriff „Viae“ für Straßen außerhalb der Städte. Die „Viae Publicae“ oder Konsularstraßen verbanden die wichtigsten Städte. Die Via Appia, die älteste dieser Straßen, erschloss den Weg nach Magna Graecia und reichte bis nach Brindisi, von wo aus man in die Balkanprovinzen reisen konnte. In vielen Fällen wurden sie nach den Magistraten benannt, die ihren Bau anordneten, oder nach dem Ort, an dem die Straße endete. Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Straßenverlauf mehrfach verändert, Routen wurden angepasst und Straßen erweitert. Dennoch stellte das römische Straßennetz das effizienteste und langlebigste der Antike dar und ermöglichte der römischen Zivilisation den Kontakt zu den unterschiedlichsten Völkern der damals bekannten Welt. Kein anderes Volk jener Zeit konnte es mit ihrer Fähigkeit zur Routenwahl, ihren Bautechniken und ihrer Organisation der Reisendenversorgung aufnehmen. Seit der Zeit des Augustus wurden zudem Rast- und Übernachtungsstätten mit Serviceleistungen eingerichtet, wie beispielsweise die Mansiones, die Beamten vorbehalten waren und entlang der Hauptstraßen in etwa einer Tagesreise Entfernung lagen. Daher schien es im Jahr des Slow Tourism 2019 naheliegend, sich vom großen Netz römischer Straßen inspirieren zu lassen. Ziel ist es, verschiedene Regionen miteinander in Dialog zu bringen.
ViA(E) ist daher ein Tourismusprojekt und kein historisches oder wissenschaftliches. Es schöpft Inspiration aus alten Verkehrsadern als symbolischem Sinnbild für die Einheit von Regionen, für Vernetzung, für den Austausch von Menschen und Ideen, für Synergien und nicht zuletzt für den Dialog.

Vom Projekt zum Modell

Wir bezeichnen das von uns in Piemont, der Lombardei, Ligurien und dem Aostatal entwickelte und umgesetzte Projektkonzept als „flüssig“, da es auf die Verknüpfung und Bündelung von Angeboten setzt, lokale Besonderheiten überwindet und ein multifunktionales Tourismusangebot schafft, das mehrere Gebiete und Regionen umfasst. Ziel ist die Definition eines neuen Tourismusbezirks mit einem potenziellen Einzugsgebiet von über 7 Millionen Touristen/Einwohnern und einer stetig wachsenden internationalen Nachfrage. Wir wünschen Ihnen eine schöne Reise!