FERRANIA - GESCHICHTE DER ITALIENISCHEN FILMANAGRAPHIE UND INDUSTRIEARCHÄOLOGIE IM BORMIDA-TAL

01/04/2025 - 31/10/2026
Cairo Montenotte
Bike&Train

Beschreibung der Aktivitäten
Das Bormida-Tal ist eine wahre Schatzkammer an Traditionen, Kunst, altem Handwerk und einer einzigartigen Ess- und Weinkultur. Wir empfehlen, es mit dem Fahrrad und der Bahn zu erkunden: Die Bahnlinie eignet sich sowohl für längere Ausflüge als auch als bequeme, fahrradfreundliche Alternative, um die Städte und Gemeinden dieses abwechslungsreichen und überraschenden Tals zu entdecken.

Was haben einige der italienischen Filmklassiker wie „Rom“, „Rom, offene Stadt“, „Zwei Frauen“ oder der erste italienische Farbfilm „Totò in Farbe“ gemeinsam?
Entdecken Sie mit uns die Geschichte von Ferrania.
Hinweise
Die Geschichte von Ferrania ist voller Wendungen und Erkenntnisse: Das Werk entstand 1915 als Erweiterung einer Sprengstoff- und Dynamitfabrik, um den Bedarf während des Ersten Weltkriegs zu decken. Nach Kriegsende verfügte das Unternehmen über beträchtliche Lagerbestände an Sprengstoffen, Chemikalien und Maschinen und begann mit der Umstellung auf Nitrocellulose. Durch den geringeren Nitrierungsgrad und die Kombination mit Kampfer als Weichmacher wurden Sprengstoffe in Filmfilm umgewandelt. Die Marke Ferrania entwickelte sich zum führenden italienischen Hersteller von lichtempfindlichen Materialien für Film, Fotografie, Grafik und Radiografie. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte Ferrania seinen größten Aufschwung, nicht zuletzt dank des Erfolgs des ersten in Europa produzierten Farbfilms, Ferraniacolor, im Jahr 1947. Die Partnerschaft mit Cinecittà begann: Roberto Rossellini, Vittorio De Sica, Pier Paolo Pasolini, Alberto Lattuada, Steno – kurzum, die größten Regisseure und ihre Kameramänner – vertrauten sich dem Unternehmen an, das damals mit den Giganten Agfa und Kodak konkurrieren konnte. Ständig expandierten neue Abteilungen, und um das Werk herum entstand eine regelrechte Stadt mit einem Wohngebiet für die Mitarbeiter, einem After-Work-Club sowie vielfältigen Freizeit- und Sportangeboten. 1964 wurde das Unternehmen vom amerikanischen multinationalen Konzern 3M übernommen, der massiv in Forschung investierte und die Entwicklung neuer Produkte und Patente vorantrieb. In den 1980er-Jahren konzentrierte 3M die Produktion des Werks auf den Fotosektor und wurde zum Weltmarktführer in der medizinischen Bildgebung. In den folgenden Jahrzehnten, nach mehreren Eigentümer- und Namenswechseln und begünstigt durch das Aufkommen neuer digitaler Technologien, sank die Nachfrage nach lichtempfindlichen Produkten drastisch, sodass Ferrania schließlich schließen musste.


Das Museum zeichnet die Industriegeschichte des Werks nach, ebenso wie die Geschichte des Kinos, der Kommunikation und die Sozialgeschichte des Arbeiterdorfes Ferrania.
Vor der ausführlichen Führung durch die Werksgebäude wird ein Zwischenstopp für die Verkostung der lokalen Spezialität „Tira“ eingelegt, einem Produkt von De.Co., dessen Ursprung der Überlieferung nach in Napoleons Schlacht von Millesimo liegt. Diese Geschichte erfahren Sie jedoch nur hier im Bormida-Tal.

von 01/04/2025 bis 31/10/2026

Preise / Ergänzungen

Preis pro Person ab:

€ 85,00 (Gruppen mit 2 Teilnehmern)

Leistungen / Im Preis inbegriffen:

Führung durch das Filmmuseum Ferrania – leichtes Mittagessen mit Verkostung regionaler Produkte – Freilichtmuseum Ferrania – Versicherung inklusive
April bis Oktober

Nicht im Preis inbegriffen:

Transfers und alles, was nicht ausdrücklich unter "im Preis enthalten" aufgeführt ist.

Ergänzungen:

Geführte Tour durch das Industriegelände, ab 10 Personen, 15,00 € Aufpreis pro Person (bei größeren Gruppen auf Anfrage).
Abendessen auf einem Bauernhof, 50,00 € Aufpreis pro Person.
Abendessen in einem Luxusresort (historisches Anwesen mit einer Kapelle aus dem 13. Jahrhundert, die Gästen zugänglich ist), 75,00 € Aufpreis pro Person.
E-Bike-Verleih, 50,00 € (ganztägig) pro Person und Tag.

Informationen